Über mich – Martin sammelt

Mit dem Comicsammeln hat meine Liebe zur bildenden Kunst schon in meinen Jugendjahren begonnen. Ab 2008 waren wir, Anita und ich, jedes Jahr an der Jungkunst (www.jungkunst.ch) und haben jeweils mehrere Werkkäufe getätigt. Unterdessen haben wir uns mit einigen Künstlerinnen und Künstlern sowie Galeristinnen und Galeristen angefreundet und stehen in regem Austausch mit ihnen.

Die Sammlung umfasst bereits über 200 Werke, vor allem von Schweizerinnen und Schweizern. Die Wände sind übervoll und im Keller mussten wir bereits ein Kunstdepot einbauen lassen. Als «Mini-Sammlerpaar» ist nun in uns der Wunsch aufgekommen, einige dieser Werke einer ausführlicheren Betrachtung zu unterziehen und euch vorzustellen.

Die Bewunderung für die Künstler*innen ist unsere grösste Motivation. Sie können nicht anders und setzen sich einzigartig mit dem Leben auseinander. Es ist ein unaufhörliches Ringen und Suchen nach der perfekten Umsetzung einer Eingebung oder eines Gefühls. Woher nehmen sie diese Kraft und Überzeugung, Alltägliches so greifbar zu machen, dass es uns immer wieder aufs Neue berührt? Es muss pure Leidenschaft sein oder ist es auch tatsächlich. Entstanden sind unverkennbare Werke, die uns immer wieder aufs Neue ergreifen und zum Denken und Geniessen anregen.

Der Kunstmarkt ist beengend
und trotzdem überlebenswichtig; die Orientierung darin zu finden, ist schwierig. Er ist kein einfacher oder zuverlässiger Partner. Es ist eine grosse Herausforderung für Kunstschaffende, sich einerseits künstlerisch treu zu bleiben und ihre Eigenständigkeit zu bewahren sowie andererseits ein Publikum zu erreichen und von ihrer Arbeit leben zu können.

Kunsthistoriker*innen und Kunstkritiker*innen beschreiben und beurteilen ihre Werke meistens in Worten, die sie selbst dafür nicht wählen würden und die nur die wenigsten Betrachter verstehen. Möglicherweise entspricht die Interpretation gar nicht der Idee der Künstlerin bzw. des Künstlers.

Mit den Rubriken «Die/Der Künstler*in» und «Meine Bildbetrachtung» möchte ich versuchen, als Unvoreingenommener und Unbeeinflusster mein persönliches Erlebnis wiederzugeben. Kurz und verständlich soll es sein. Ein Appetitmacher.

Die «Fragen an den/die Künstler*in» geben den eigentlichen Expert*innen die Möglichkeit, über ihre Werke selbst zu berichten.

Den «grossen» Sammler*innen wird eine angemessene Aufmerksamkeit in den Medien, in den Galerien und an den Messen zuteil. Einige bekommen Raum in einem Museum, andere bauen sich eines.
Für die «kleinen» Sammler*innen fehlt etwas die Bühne. Möglichkeiten zum direkten Erfahrungsaustausch fehlen weitgehend. Gerade in der «diskreten» Schweiz sammelt jeder für sich selbst, und das Publikum für die tollen Werke beschränkt sich auf Familienmitglieder und Besucher*innen. Zeigt uns eure Kollektion! Wir bewundern und freuen uns mit.

Aus all diesen Überlegungen heraus ist auch das Projekt «Kunst zu Hause» entstanden.

Kontakt zu Martin ahmg@vtxmail.ch


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Fotos: Letizia Bucher